Vereinschronik des Spielmannzuges
der St. Antonius Schützenbruderschaft Benteler e.V.
Bereits 1933 konnte der ein Jahr zuvor gegründete Spielmannszug auftreten und dies nicht nur auf den Schützenfeste des Schützen und Kriegervereins Benteler. Die Ausbildung der unter der Leitung von Kaspar Hölter stehenden Spielleute übernahm damals der Lippstädter Fritz Jochheim.
Schon damals waren die Benteleraner Kinder und Jugendlichen begeistert wenn der Spielmannszug auftrat. So konnte 1934 ein aus Schülern der Dorfschule gegründeter Schülerspielmannszug auftreten.
Die "Knüppeljungs" standen unter der Leitung des Hauptlehrers Josef Schmidt.
Die Vereinstätigkeit war aber nach den Anfängen des 2. Weltkrieges schnell zu Ende. Viele Schützenbrüder wurden zum Kriegsdienst eingezogen. Einige kamen nie mehr zurück.
Zu den ersten beiden Schützenfesten nach dem Krieg wurde der Spielmannszug Mastholte verpflichtet. Schützenoberst Hermann Schienstock jedoch ahnte damals das Interesse am neu aufleben eines Spielmannszuges und berief im Juni 1951 alle Interessenten zu einem Treffen im Vereinslokal Berkemeier.
Ab dem 11.07.1951 - dem ersten Übungsabend - gab es dann wieder einen Spielmannszug in Benteler. Die ca. 25 Interessenten wurden von den Brüdern Heinz und Willi Wiengarn ausgebildet und standen von Anfang an unter der Stabführung des Tambourmajors Heinrich Hofmeister, der 1968 als Zeichen der Anerkennung von den Spielleuten zum Tambourmajor auf Lebenszeit ernannt wurde. Die Instrumente zu dieser Zeit stammten noch aus der Gründerzeit 1932.
Nicht nur auf den eigenen Schützenfesten sondern auch auf den Schützenfesten in Wadersloh und Liesborn waren die Spielleute in den ersten Jahren gern gesehene Gäste.
1954 wurden von der Feuerwehr Belecke ausgediente Uniformröcke abgekauft die von nun an die Zivilröcke ersetzten und für ein einheitliches Bild sorgten. Die Farbe Blau wurde bis heute als Uniformfarbe beibehalten.
Um auch die Freundschaft mit den benachbarten Spielmannszügen zu pflegen trafen sich die Musikzüge aus Wadersloh, Mastholte und Langenberg 1969 zum ersten Freundschaftstreffen in Benteler.
Im Jahre 1972 konnte der Spielmannszug schon auf eine 40 jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Dies wurde am 30. April in "Rappolds Saal" sowie auf dem Schützenfest gebührend gefeiert. Besonders froh war man, das man zum Schützenfest sogar einen Musikzug aus Deurne/Holland begrüßen konnte. Schon damals erkannte man das daraus eine langjährige Freundschaft entstehen könnte. Seitdem besuchen sich der Spielmannszug Benteler und die Drumfanfare "De Wilbertambours" aus Deurne gegenseitig und es sind daraus auch viele private Freundschaften entstanden.
Ab 1972 nahm man nun auch öfter an Wettstreiten der Spielleute Gemeinschaft Lippe - Ems teil, wo man oftmals auch erfolgreich abschnitt.
Nach fleißiger Vorarbeit wurde am 13.03.1972 der Schülerspielmannszug gegründet, der 1978 zum erstenmal auf dem Schützenfest Benteler auftrat.
1982 wurde das 50 Jährige Bestehen im entsprechendem Rahmen gefeiert.
1989 wurde der Spielmannszug zum gemeinnützigem Verein und heißt seitdem Spielmannszug der St Antonius Schützenbruderschaft Benteler e. V..
Mit dem 60 jährigem Jubiläum 1992 ging auch ein lang gehegter Traum in Erfüllung, dass unter der Leitung des damaligen 1. Vorsitzenden Heinz Bücker gebaute Vereinsheim an der Münsterlandstraße konnte eingeweiht werden. Hiermit hatte man sich nun die Möglichkeit geschaffen in Ruhe zu Üben, sich zu treffen und zu feiern.
Seit 1996 ist der Spielmannszug Benteler Mitglied im Volksmusikerbund.
1997 fielen gleich drei Jubiläen aufeinander: 65 Jahre Spielmannszug, 20 Jahre Schülerspielmannszug und die 25 jährige Freundschaft zu den "De Wilbertambours" aus Deurne
Auch das 70 jährige Bestehen wurde im Jahre 2002 wieder gebührend gefeiert. Diesmal mit einem Komersabend am Freitag, einem zünftigen Bayernabend am Samstag und einem großem Festumzug mit befreundeten Musik- und Schützenvereinen am Sonntag.
Schon jetzt wird das 75 jährige Jubiläum 2007 geplant. Nähere Informationen dazu gibt es demnächst hier.